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31.01.2012
ÖLBOOM GEHT WEITER

Rohstoffe Die US-Bank Goldman Sachs, die stets eine gute Nase für Rohstofftrends bewies, erwartet, dass die Preise in diesem Segment in den nächsten Monaten um durchschnittlich 15 Prozent...

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Technik

3D Animation

Hier sehen Sie eine umfassende exemplarische Animation eines Bohrturms und der verschiedenen Arbeitsschritte die beim Bohren stattfinden können. Diese allgemeine Darstellung gilt nur dem besseren Verständnis und ist in keiner Weise mit den Wiederaufbereitungsmaßnahmen der Partnerunternehmen von Nordic Oil zu vergleichen. Die meist selbsterklärenden Erläuterungen in Ton und Schrift sind auf Englisch, wir bitten diesbezüglich um Ihr Verständnis.


Hintergrund der Wiederaufbereitung von Bohrungen

Je nach Lagerstättenausbildung, Eigenschaften des produzierten Erdöles und Triebmechanismus kann in der Phase primärer Entölung eine Ausbeute von 5 bis 50 % erreicht werden. In den USA beträgt die durchschnittliche Entölung durch Primärförderung rund 15 - 20 %.

Höhere Ausbeuten und nachhaltig hohe Ausbeuteraten lassen sich durch Anwendung sekundärer Förderverfahren erreichen. Diese Verfahren zielen insbesondere darauf ab, die natürlich vorhandene Lagerstättenenergie zu ergänzen, und zwar durch Injektion von Wasser oder Gas.

Das gebräuchlichste Sekundärverfahren ist das Wasserfluten, bei dem fortlaufend Wasser in das Speichergestein gepresst wird, um den Druck in der Lagerstätte zu erhöhen oder ihn aufrecht zu erhalten. Verwendung findet meist das bei der Produktion anfallende Lagerstättenwasser, welches in die wasserführenden Bereiche (Aquifer) am Rand des Feldes oder unmittelbar in das Feld eingepresst wird. Bei vorhandener Gaskappe kann die Druckerhaltung auch durch Einpressen von Erdgas in diese Gaskappe erfolgen. Durch Anwendung von Sekundärverfahren konnte der Entölungsgrad in den USA im Durchschnitt um weitere 10 % gesteigert werden.

Ein Teil des nach Anwendung sekundärer Förderverfahren noch in der Lagerstätte verbleibenden Erdöls kann durch tertiäre Fördermethoden (Enhanced Oil Recovery, EOR) gewonnen werden. Darunter versteht man im Algemeinen:

  • Zuführen von Wärme durch Heißwasser und Wasserdampf, um die Viskosität des Erdöls zu reduzieren,

  • Einpumpen von Kohlenwasserstoffen, Kohlendioxid oder Stickstoff zur Viskositätsreduktion im Rahmen einer Mischgas-Injektion,

  • Zusatz von Chemikalien in das Flutwasser: Polymere zur Viskositätserhöhung, Tenside zur Reduktion der Oberflächenspannung zwischen Öl und Wasser, Alkali zur Verseifung der Naphthensäuren im Erdöl.

Bei Anwendung dieser Verfahren und unter günstigen Voraussetzungen lassen sich Ausbeuten bis zu 70 % erreichen.

Unter den EOR-Verfahren hat die Zuführung von Wärme durch das Einpressen von Wasserdampf (Dampffluten) die größte Bedeutung. Diese Anwendung ist insbesondere bei Lagerstätten mit hochviskosem Erdöl erfolgreich. Das Dampffluten wurde inzwischen zu einer Reife entwickelt, die es ermöglicht, erhebliche - vormals wirtschaftlich nicht förderbare - Schwerölvorkommen in Kanada und Venezuela bei Produktionskosten von etwa 12 Dollar pro Barrel zu fördern.

 

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