
Der britische Ölmulti BP kämpft weiter gegen die durch den Untergang der Bohrinsel "Deepwater Horizon" ausgelöste Ölpest im Golf von Mexiko. Medienberichten zufolge kann mehr Öl aufgefangen werden als bisher angenommen. Parallel dazu bemüht sich der Konzern sein angekratztes Image wieder aufzupolieren. In einer aktuellen Pressemitteilung gibt BP bekannt, dass der Nettoverkaufserlös des aufgefangenen Öls für den Tierschutz gespendet werden soll.
Medienberichten zufolge kann der Ölkonzern BP mittlerweile größere Mengen des austretenden Rohöls mit dem installierten Trichtersystem (LMRP) auffangen. Am Dienstag konnten ca. 15.000 Barrel aufgefangen und auf ein Tankschiff gepumpt werden, rund 4.000 Barrel mehr als am Tag zuvor. Allerdings ist auf aktuellen Live-Bilder zu erkennen, wie weiterhin große Mengen an Öl an dem Trichtersystem vorbeiströmen. Experten gehen davon aus, dass der gesamte täglich Ölaustritt am Meeresgrund aktuell bei 19.000 Barrel liegt.
Unterdessen gab BP am Dienstag bekannt, dass das Unternehmen "im Rahmen der Zusage die Umweltschäden und Beeinträchtigungen der Lebensräume der Tierwelt an der Golfküste vollständig zu beseitigen, die Nettoverkaufserlöse des vom Bohrloch MC252 aufgefangenen Öls spenden wird".
BP will die Mittel dazu einsetzen, einen neuen Umweltfond zu gründen. Ziel ist es Lebensräume für die Tierwelt an den Küsten von Louisiana, Mississippi, Alabama und Florida zu schaffen, wiederherstellen, zu verbessern oder zu schützen soll.
Zum derzeitigen Zeitpunkt kann BP jedoch noch keine Angaben darüber machen, welche finanziellen Mittel für dieses Projekt zur Verfügung stehen, da diese von der Menge des von der Wasseroberfläche aufgenommenen bzw. über das LMRP-System aufgefangenen Öls und dem zu erzielenden Verkaufspreis abhängen.
Bereits im Mai hatte BP zugesagt, bis zu 500 Millionen US-Dollar für ein unabhängiges Forschungsprogramm zur Verfügung zu stellen, welches die Auswirkungen der durch den Untergang der Bohrinsel "Deepwater Horizon" ausgelösten Ölkatastrophe und die damit verbundenen Maßnahmen zur Ölbekämpfung auf das Meer und die Küstenregionen im Golf von Mexico hat.